Landshut ächzt unter der Blechlawine titelte die Landshuter Zeitung am 25. Januar 2014.
Demnach werden auf der Konrad-Adenauer-Straße im Jahr 2025 rund 5.200 zusätzliche Fahrzeuge pro Tag unterwegs sein, auf der Wittstraße etwa 6.660. Und das….obwohl man sich heute schon über lange Staus und Wartezeiten beklagt.
Den Städten bleibt als Alternative nur, den Individualverkehr zu senken indem sie den Öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver gestalten und den Fußgänger- und Radverkehr stärken.
Als Gründungsmitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Landshut setze ich mich seit Jahren für den Ausbau des Radwegenetzes ein. Das Fahrrad ist ein umweltfreundliches, leises, schnelles, Parkplatz sparendes und preiswertes Verkehrsmittel. Im Stadtgebiet ist es hervorragend geeignet die alltäglichen Wege zum Einkaufen, in die Schule, zur Arbeit und in den Biergarten zurückzulegen.
Die Stadt Landshut ist Gründungsmitglied der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern" (AGFK) und ist damit die Verpflichtung eingegangen, den Fahrradverkehr gezielt zu fördern. In einer Fülle von Anträgen habe ich sie dabei mit Erfolg unterstützt:
Ausweisung der Podewilstraße als Fahrradstraße mehrfach abgelehnt führte aber Dank der Arbeitsgruppe Verkehr der Sozialen Stadt Nikola zu den ersten rotmarkierten Aufstellflächen für Radfahrer an der Kreuzung Ludmillastraße.
Gute Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt und am Parkdeck an der Oberndorfer Straße (Überdachung soll noch kommen).
Ladestation für E-Bikes im Zuge der Umgestaltung des Parkhauses Mühleninsel .
Benennung eine Fahrradbeauftragten der Stadtverwaltung der Ressort übergreifend arbeiten muss. Er soll Ansprechpartner für Radfahrer und Verbände sein, Netzplanung (Arbeitswege, Ausbildungswege, Einkaufswege) ausarbeiten. Wesentliche Grundanforderungen für diesen Alltagsradverkehr sind Verkehrssicherheit, Umwegfreiheit, soziale Sicherheit, zügiges Vorankommen.
Vorstellung des Fahrradklimatestes und dessen Umsetzung s.Bericht „Überwiegend heiter“
Auszeichnung der Stadt Landshut als „Fahrradfreundliche Kommune“ ist Voraussetzung für die weitere Mitgliedschaft in der AGFK nach 2016.
Stadtradeln eine bundesweite Aktion, die das Radfahren mehr ins Bewusstsein bringen soll.
Stadträte sind aufgefordert Teams zu bilden und möglichst viele Mitbürger zum Mitradeln zu gewinnen und für drei festgelegte Wochen ihre geradelten Kilometer zu zählen. 2009 hat sich die Stadt Landshut das 1. Mal daran beteiligt. Als Mitglied in der AGKV gehört diese Aktion jetzt zum MUSS. Im Jahr 2013 hat mein Team „ADFC – Utes rote Flitzer“ das stärkste Team mit den meisten Teilnehmern und den meisten geradelten Kilometern gestellt. Eine Aktion die richtig Spaß macht.