Inklusion versus Integration

Bildung

Im Rahmen der offenen Vorstandssitzung der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv“ von Behinderten für Behinderte am 7.4.16 in Osterhofen, hielt die Landesvorsitzende und stellvertr. Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung Marion C.Winter, einen interessanten Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema Inklusion und Integration.

 

Eingangs erläuterte Marion Winter, dass der Fachausschuß der UN seine Sorgen bezüglich des seperierenden und aufgeteilten deutschen Schulsystems geäußert und einen Umsetzungsplan mit Zeitplan gefordert habe.

 

Die Umsetzung der UNBRK sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe genauso wie die Integration der Flüchtlinge. Allerdings sei die Bildung auch der Schlüsselbereich für Inklusion und für Intergation. Hier stelle sich die Frage: “Muß man Inklusion und Integration in den Schulen getrennt voneinander umsetzen“?

 

In Bayern gehe es augenscheinlich um den Ausbau eines Paralell-Systems unter Berücksichtigung des Integrationsgedanken und nicht um die Weiterentwicklung zu einem inklusiven Schulsystem, in dem eine gleichberechtigte Teilhabe aller selbstverständlich ist.

 

Eine Verteilung der Kinder auf verschiedene Schultypen sei weder Inklusion noch individuelle Förderung und eine Zuweisung der Flüchtlingskinder in Übergangsklassen in der Mittelschule sei auch keine Integration.

 

Wir müssen uns verabschieden von der Vorstellung wie wir Schule erlebt haben. Zu einer Schule der Inklusion aller Schüler gehöre vor allem eine entsprechende Aus- und Weiterbildung der Lehrer. Dazu gehöre aber auch das Vertrauen, das jedes Kind lernen will und ein Recht auf Leistung hat“ so das Fazit von Marion Winter.

Anschließend folgte eine rege Diskussion deren einstimmiges Ergebnis war

Hier ist noch sehr viel zu tun“

 

Bezirksvorsitzender der AG Selbst Aktiv Peter Winter dankte Frau Marion C.Winter und allen Teilnehmern recht herzlich für ihr Kommen.

 
 

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