Zusammenhalt der Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft 60 plus Niederbayern traf sich

Senioren

„ Erneuerung der SPD in Bayern“

 

Erneuerung der SPD in Bayern - Wie geht das?“ Ideale der SPD müssen wieder erkennbar werden. Zu einer Nachlese der bayerischen Landtagswahl 2018 hatte Hartmut Manske, Bezirksvorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Niederbayern, im Rahmen einer Vorstandssitzung für Mittwochnachmittag nach Plattling in das Gasthaus Fischerstubn eingeladen. Begrüßen konnte Hartmut Manske neben seinen beiden Stellvertretern, Gerlinde Saller und Walter Müller, auch den Ehrenvorsitzenden Horst Kubatschka mit Gattin Ute, Pressesprecherin der SPD Senioren. Als Referentin zum Thema „Erneuerung der SPD - Wie geht das?“ konnte der Bezirksvorstand der Arbeitsgemeinschaft 60Plus Anja König willkommen heißen. König ist Mitglied des SPD-Landesvorstandes Bayern/Niederbayern und auch Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion in Landshut. Anschließend bat Hartmut Manske die Versammlung um ein Ehrengedenken der kürzlich verstorbenen Elfriede Ruhfass aus Kehlheim, die sich über viele Jahre für die Sozialdemokratie in dieser Arbeitsgemeinschaft der Senioren sehr engagiert hatte.

 

Einleitend zum Thema bemerkte Manske: „Das Ergebnis dieser Wahl zeigt mal wieder, wie wichtig es ist, die Bürger mit ihren Sorgen und Ängste ernst zu nehmen und nicht allein zu lassen. Bei allem Bemühen unserer Volksvertreter sollte der Mensch immer im Mittelpunkt stehen und nicht Mittel zum Zweck sein.“

 

Gleich zu Beginn forderte Anja König in Ihrem Vortrag, dass künftig mehr Vorstandsmitglieder bis in die Bundesspitze gewählt werden müssen, die mit vollem Idealismus hinter der sozialdemokratischen Idee stehen. Optimismus, wie es Lars Klingbeil und Andrea Nahles geäußert haben, würde nicht ausreichen. „Wir dürfen uns nicht mehr auf kleine soziale Korrekturen einlassen. Unsere Gesellschaft und vor allem die nächsten Generationen brauchen Reformen der Sozialversicherungssysteme und vor allen Dingen eine offene Abkehr von der Agenda 2010-Politik“, waren die Hauptforderungen der Referentin. Dafür brauche es aber auch Personen, die diese Politik glaubhaft vertreten und umsetzen wollen und können. „Wenn die SPD nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden will, dann muss es einen Bruch mit der Politik der vergangenen 15 Jahre geben und es muss dafür das richtige Personal gewählt werden. Das aber”, so König zur Versammlung, „schafft die Basis der SPD nur durch gravierende strukturell-organisatorische Veränderungen. Deshalb ist die Basis mit Meinungen und Vorschlägen besonders gefragt, denn die Politikrichtung muss wieder von unten, nämlich von der die Partei tragenden Basis bestimmt werden und nicht von den Abgeordneten, denn schließlich sind wir es, die Tag für Tag mit den Menschen in unserem Land zu tun haben. Deshalb wissen wir ja auch genau was diese Menschen bedrückt und was sie von einer sozialdemokratischen Partei erwarten”, verlangte die Landshuter SPD-Fraktionschefin.

 

Umbrüche in der Gesellschaft.  In der anschließenden Diskussion nahm Ute Kubatschka, Frau des Ex-Bundestagsabgeordneten Horst Kubatschka, Stellung zu vielen Fragen, die die Bürger bedrücken. Dabei ging es um die großen Umbrüche in der Gesellschaft, besonders in vielen Bereichen der Wirtschaft mit kommenden Auswirkungen auf eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, der Daseinsfürsorge sowie dem Klimawandel mit seinen Folgen. „Das alles ängstigt die Menschen”, stellte die SPD-Frau in den Raum und verlangte: „Hierzu wäre es Aufgabe und moralische Pflicht aller Parlamentarier den Zusammenhalt der Gesellschaft in den Vordergrund zu stellen.” Das war auch die einstimmige und abschließende Meinung der Versammlung.

 

Plattlinger Anzeiger (hk)

Vom 10.11.2018

 
 

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